Zutaten für eine entspannte Zugfahrt


Wenn ich sage, dass ich mein Leben in vollen Zügen genieße, ist das wörtlich gemeint. Pro Woche verbringe ich derzeit rund 500 Kilometer auf Schiene und habe mir angewöhnt, diese Stunden als Auszeit anzunehmen, um zu lesen, Musik zu hören und meine Augen ruhen bzw. meine Gedanken fließen zu lassen.

Um mir die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten, habe ich mir ein paar Rituale angewöhnt, die sich sehr bewährt haben. Hier fünf davon:

1. Reservierung
Aus beruflichen Gründen ist es mir nur selten möglich, auf die empfohlenen Randzeiten auszuweichen. Da ich fahren muss, wenn alle fahren, gönne ich mir eine Reservierung - am liebsten am Fenster. Während sich noch Dutzende Menschen mit schweren Trolleys gleichzeitig in einen Waggon zu drängen versuchen, lehne ich mich bereits zurück, um mich auf die Fahrt im Railjet einzustimmen.

2. Snacks für unterwegs
Wer häufig Bahn fährt, weiß, dass es eine Versorgung im Zug gibt. Aber auch, dass bei überfüllten Waggons der Weg zum Restaurant oder das Warten auf den mobilen Bord-Service leicht zur Geduldsprobe werden kann. Obendrein sind die Preise für Getränke und Snacks nicht zu unterschätzen. Einen entsprechenden (geruchsfreien) Vorrat und vorsorglich ein paar Servietten dabei zu haben lohnt sich für mich immer.


3. Erfrischungen
Auch die beste Klimatisierung kann Luft-Stau und Geruchsbildung nicht verhindern. Mit abgepackten Erfrischungstüchern, Kaugummis, Parfüm, Lippenbalsam mit Aroma und einer dezent duftenden Handcreme schaffe ich mir ein angenehmes Flair.

4. Kopfhörer
Während der Fahrt bekommt man von dem einen oder anderen Passagier mehr mit als einem lieb ist. Auch wenn ich keine Musik höre - allein die Kopfhörer im Ohr zu haben dämmt Nebengeräusche und hilft mir, in meiner Komfortzone zu bleiben. Nebenbei auch ein diskretes Signal ans Umfeld, wenn ich nach einer intensiven Arbeitswoche keine Lust auf eine Unterhaltung mit Fremden habe.


5. Schuhe
So wohltuend es ist, aus den Schuhen zu schlüpfen, ist es für die anderen doch eine Zumutung. Für diesen Fall habe ich ein zweites bequemeres Paar mit, das ich bei Bedarf noch vor dem Boarding anziehe.

Kommentare

  1. Sinnvolle Tipps. Man sollte sich überhaupt immer und überall so gut es eben geht, seine eigene Komfort-Zone schaffen, wie ich finde. Gilt in gewisser Weise auch für den Büroalltag :))

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