Nadelbäume & Nadelträume


In einem stimmungsvollen Vorwort einer älteren Ausgabe der Zeitschrift "Anna" steht zu lesen: "Vielleicht gehören Sie zu den glücklichen Menschen, die über ein eigenes Näh- und Handarbeitszimmer verfügen, in dem Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können."

In dieser glücklichen Lage bin ich, zumal ich diesen Raum mit unserem Kater teile, der nach noch nicht einmal einem halben Jahr ein innig geliebtes Mitglied unserer Familie geworden ist. In diesem Raum toben wir uns beide in friedlicher Ko-Existenz aus - er sportlich, ich kreativ. Die perfekte Verbindung also. ;-)


Was wäre jedoch Handarbeiten ohne entsprechendes Zubehör? Das wurde mir durch einen Artikel über die Geschichte der Nadeln in dem erwähnten Anna-Magazin erst klar.

Diese wurden seit dem 19. Jahrhundert in aufwändiger und für die Arbeiter lebensgefährlicher Kleinarbeit seriell hergestellt. Das Zentrum der internationalen Nadelproduktion war in Redditch in der englischen Grafschaft Worcestershire. Aufgrund des komplexen Fertigungsverfahrens waren sie entsprechend teuer und daher ein Luxusgut für Handarbeiterinnen. Kaum noch vorstellbar in einer Zeit, in der sie für die meisten Menschen leicht zugänglich und relativ erschwinglich sind.

Doch nicht nur mit Nadeln aus Metall lässt sich einiges schaffen. Auch mit Nadeln anderer Art lässt sich vieles Positive bewirken. Jedenfalls, wenn sie von Bäumen stammen. Gerade jetzt im Winter.

Kommentare

Kommentar veröffentlichen