Delfter Blau


Mit Delfter Blau verbinden viele das berühmte Porzellan aus den Niederlanden, das seit dem 17.  Jahrhundert als günstigere Alternative zum chinesischen Original Einzug in die gutbürgerlichen Haushalte hielt. 


Typisches Merkmal waren die in Blau skizzierten Motive auf cremeweißem Untergrund, die das Bild des ländlichen Holland nach außen wesentlich definiert haben: Windmühlen, Schiffe, Grachten und Landschaftsszenen. Noch heute haftet der Stadt dörfliche Gemächlichkeit an, wie sie der Delfter Maler Jan Vermeer (1632 - 1675) in unzähligen Bildern zauberhaft festgehalten hat. Bis heute prägen Fliesen und Geschirr nach Delfter Design unter anderem den Einrichtungsstil in Friesland.


Mich hat das Farbenspiel, das so gut zum nahenden Februar passt, zu einem kleinen Potpourri inspiriert. Denn in meinem Fundus gibt es ein paar Stücke, die zumindest dem Delfter Stil nachempfunden sind: darunter eine alte Bensdorp-Dose mit niederländischen Landsschaftsszenen. Statt Kakao lagern dort schon seit Jahren Stricknadeln und Stoffscheren. In der kleineren Dose Münzen für spontane Einkäufe um die Ecke. Die Deko-Teekanne ist ein Präsent.


Dazu passt, dass wir vor Weihnachten von Verwandten kleine, gestrickte Mitbringsel erhalten haben, darunter ein Paar Dutch Knitters. Hinter den populären Fäustlingen steckt Carla Meijsen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Strickmuster zu erhalten und weiterzugeben. Ihr Unternehmen, das seit 2009 besteht, beliefert Kunden in aller Welt mit ihren handgestrickten Modellen.

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